Modulzentrale MZ3 Basic 16 A

Modulzentrale MZ3 Basic 16 A
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Produktinformationen "Modulzentrale MZ3 Basic 16 A"

Kompakte modulare Standardzentrale auf Basis 16 A der MZ3 für RWA und Lüftung

 Vorteile/Merkmale:
  • Kompakte RWA-Standardzentrale auf Basis der MZ3
  • Merkmale Werkseitig vorkonfiguriert, dadurch direkt im Feld einsetzbar
  • Mit einer RWA- und zwei Lüftungsgruppen, je nach Zentralengröße
  • aufgeteilt auf 3 Motorausgänge
  • Standardmäßig ausgerüstet für die Auslösung durch RWA-Bedienstellen, Rauchmelder und BMA-Anlagen
  • Anschlüsse für zwei Lüftungstaster und einen Wind-/Regenmelder
  • Die beiden Lüftungsgruppen können bei Bedarf durch Setzen einer Brücke zu einer Gruppe zusammengefasst werden
  • Energieversorgung geprüft nach EN 12101-10

Einsatzbereiche:

  • Natürliche Entrauchung (NRA)
  • Natürliche Be- und Entlüftung

Technische Daten:

Netzversorgungsspannung: 230 V AC/50 Hz (±15 %)
Systemspannung: 27 V DC (Nenn) (–25 % /+10 %)
Ausgangsstrom: 16 A 
Eingangsstrom: 2,5 A 
Leistungsaufnahme: 540 W 
Anschlussklemme Push-In-Klemme max. 2,5 mm²
Akkusicherung Bauseits: 16 A
Akku: 2 x 12 V/12 Ah 
Sicherung: FKS 40 A
Spannung: 27 V DC (Nenn) (–25 % /+10 %)
Leistung: (pro Motorkanal) Pmax = 216 W, Pmin = 0 W
Nennstrom: (pro Motorkanal) 8 A bei ED 30, eigensicher
Öffnungs-/Schließvorgang: Umpolung der Ausgangsspannung
Autom. Freischaltung: AUF/ZU-Richtung: nach 3 Min. (im Lüftungsbetrieb)
Leitungsüberwachung: über Dioden
Anzahl Motorkanäle: 3
Motorkanäle/ Lüftungsgruppen [1,2] | 3
Potenzialfreie Meldekontakte: Auslösung, Störung, Betrieb
Eingang RWA-Bedienstelle: 1 RWA-Gruppe, leitungsüberwacht
Eingang automatische Melder: leitungsüberwacht
Eingang BMA: leitungsüberwachter Schließerkontakt
Eingang Lüftungstaster: Ja, 2 Lüftungsgruppen, zu einer kombinierbar
Eingang Wind-/Regenmelder: Ja
Maße (H x B x T): 600 x 400 x 210 mm 
Nenntemperatur: 20 °C
Umgebungstemperatur: –5 °C bis +40 °C
Schutzart: IP 42

 

Technische Änderungen vorbehalten; Abbildungen unverbindlich. 

Anwendung der Zentrale: RWA & Lüftung
Ausgangsstrom [A]: 16
Spannung Steuerung: 24 V DC
Typ Steuerung: Modulzentrale
Zulassungen und Nachweise: DIN EN 12101-10, TüV-Baumuster-geprüft
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Rachabführungs-Systeme

Welche verschiedenen Systeme zur Rauchabführung gibt es? 

  1. NRA - Natürlich wirkende Rauchableitung durch thermischen Auftrieb (elektromotorisch oder pneumatisch) 

Die Verbrennungsprodukte gelangen über Öffnungen (Dach- oder Wand) gefahrlos ins Freie. 

  1. MRA - Maschineller Rauchabzug über Entrauchungs-/ Brandgasventilatoren 

Während NRA den thermischen Auftrieb nutzen, um Rauchgase aus dem Gebäude zu leiten, saugen MRA den Rauch ab. Eine maschinelle Entrauchung kommt dann zum Einsatz, wenn die thermische Entrauchung ihre Grenzen erreicht, beispielsweise in fensterlosen oder sehr hohen Räumen oder dort, wo aufgrund der Gebäudestruktur die natürliche Auftriebskraft des Rauches nicht ausreichend wirksam wird. Maschinell wirkende Rauchabzugsanlagen stellen sofort die volle Leistung zur Verfügung. Durch den von Ventilatoren erzeugten Unterdruck werden Brandrauch und Brandzersetzungsprodukte über Entrauchungskanäle abgesaugt. Wie auch bei natürlichen Systemen muss das Nachströmen von Außenluft gewährleistet sein. 

  1. RDA - Rauchschutz-Druckanlagen halten Räume komplett rauchfrei durch kontrollierten Überdruck 

Im deutschen Baurecht wird für Sicherheitstreppenräume in Hochhäusern und für innenliegende Treppenräume, in die kein Rauch eindringen darf, eine Rauchschutz-Druckanlage vorgeschrieben. Um das Eindringen von Rauch in die Flucht- und Rettungswege zu verhindern, baut eine RDA mittels Ventilatoren einen definierten Überdruck zu den angrenzenden Etagen auf. Dieser Überdruck wird ständig mit dem atmosphärischen Druck verglichen und nachgeregelt, damit die Fluchttüren ins Treppenhaus jederzeit noch von Hand geöffnet werden können. Gleichzeitig muss bei geöffneten Fluchttüren die Luft aus dem Treppenhaus mit mindestens 2 m/s in die Nutzungseinheit der Brandetage strömen, damit keine Rauchgase ins Treppenhaus gelangen. 

Hilfe – meine RWA-Anlage blinkt

Meine RWA-Anlage blinkt, was bedeutet das? 

  • Die Rauchabzugsanlagen der verschiedenen Hersteller können mit den farbigen LED–Lampen ihre Zustände anzeigen. Bei Anlagen von Kingspan STG weist die LED-Anzeige auf folgenden Status der Anlage hin: 
    • Betriebsbereitschaft: Die grüne LED steht für eine ordnungsgemäße Funktion der Rauchabzugsanlage. 
    • Störung: Ist keine grüne LED-Lampe zu sehen, so liegt eine Störung vor. Zusätzlich wird die Störung durch das Blinken der gelben LED angezeigt: 

1x Blinken = Netzausfall 

2x Blinken = Akku-Störung 

3x Blinken = Störung RWA-Bedienstellenlinie 

4x Blinken = Störung Rauchmelderlinie 

5x Blinken = Störung Motorzuleitung 

  • Wartungserinnerung: Abhängig vom Typ der RWA-Zentrale blinkt die grüne LED bei den 2A-, 4A- und 8A-Zentralen, bei der MZ3 blinkt die gelbe LED und die grüne leuchtet weiterhin und bei der EasyConnect leuchtet lediglich die Wartungstimer-LED in der Zentralentür. 

Jede RWA-Zentrale von Kingspan STG bleibt bei einem abgelaufenen Wartungstimer weiterhin uneingeschränkt einsatzbereit. 

Wartungstimer

Warum fangen die RWA-Zentralen nach 12 Monaten an zu blinken? 

Wenn der Wartungstimer einer RWA-Zentrale aktiv ist, soll dieser auf eine erforderliche Anlagenwartung aufmerksam machen. Da die Wartung mindestens 1x jährlich durchzuführen ist, erinnert die Steuerung selbstständig daran, diese Wartung durchführen zu lassen. 
Da die ständige Betriebsbereitschaft der Anlage nur durch eine regelmäßige Wartung und Instandhaltung gewährleistet werden kann, ist diese Erinnerungsfunktion wichtig für die zu schützenden Menschen und Sachwerte. 

Wartung von Rauch-und Wärmeabzugsanlagen

Warum und wie häufig muss eine RWA-Anlage gewartet werden? 

  • Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sind Sicherheitsanlagen und dienen im Falle eines Brandes dem Schutz von Menschen und Sachwerten. Die ständige Betriebsbereitschaft der Anlage kann nur durch eine regelmäßige Wartung und Instandhaltung der technischen Bauteile gewährleistet werden. Daher müssen RWA-Anlagen mit ihren Betätigungs- und Steuerelementen, Öffnungsaggregaten, Energiezuleitungen und ihrem Zubehör in regelmäßigen Zeitabständen nach Angabe des Herstellers, mindestens jedoch jährlich, auf Funktionsfähigkeit und Betriebsbereitschaft geprüft, gewartet und nach Erfordernis instand gesetzt werden. 

Vom Betreiber ist zwischen diesen Wartungsintervallen mindestens eine Sichtkontrolle durchzuführen, die, ebenso wie alle Wartungen und Instandsetzungen, im Betriebsbuch der RWA-Anlage dokumentiert werden müssen. 

Indem der Betreiber durch die regelmäßige, fachgerechte Wartung seiner RWA-Anlagen für deren Funktionsfähigkeit Sorge trägt, verringert er ganz entscheidend die tatsächliche Schadensgefahr und zugleich sein Haftungsrisiko im Schadensfall. Er kann jederzeit dokumentieren, dass er seiner Verpflichtung, die RWA-Anlagen einsatz- und betriebsbereit zu halten, nachgekommen ist. 

E30-Verkabelung bei RWA-Anlagen

Muss bei RWA-Anlagen eine E30-Verkabelung erfolgen oder kann man diese mit einer Rauchmelder-Überwachung kompensieren?

Für natürliche Entrauchungsanlagen ist ein Funktionserhalt der Klassifizierung E30 grundsätzlich ausreichend. Diese Leitungen müssen entsprechend der DIN 4102 Teil 12 geprüft und zugelassen sein und die Verlegung muss nach Vorgaben der Leitungshersteller mit den entsprechenden Befestigungsmaterialien erfolgen. 

Wenn bei RWA-Anlagen allerdings alle Leitungen, Verteiler und die Steuerung vollflächig durch Rauchmelder überwacht werden und die Melder bei Rauchdetektion die Anlagen automatisch auslösen, kann die E-Verkabelung ohne Funktionserhalt ausgeführt werden. Jeder andere leitungsführende Raum bzw. der Raum mit der RWA-Zentrale muss dann aber einen (oder mehrere) separaten Rauchmelder aufweisen. 

Es können allerdings schutzzielbedingt in Gebäuden mit hohem Gefährdungspotenzial) für RWA-Anlagen auch baurechtliche Vorgaben bzgl. einer E60 oder E90 Verkabelung vorliegen, z. B. für Sonderbauten wie Krankenhäuser. 

In jedem Fall ist es empfehlenswert, die Verlegeart der Leitungen zuvor mit den zuständigen Behörden abzusprechen. 

Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA)

Wo für dient eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA)?

Eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) dient dem vorbeugenden Brandschutz und soll im Brandfall den Brandrauch schnellstmöglich aus Gebäuden nach außen abführen. Der Begriff RWA bezeichnet eine komplette Rauch- und Wärmeabzugsanlage, die sich aus den einzelnen Rauch- und Wärmeabzugsgeräten (RWG), den Auslöse- und Bedienelementen, der Energieversorgung, den Leitungen, der Zuluftversorgung und bei größeren Räumen den Rauchschürzen zusammensetzt. 

Elektrische RWA-Systeme bestehen z.B. aus 

• elektromechanischen Antrieben für Fenster und Klappen im Fassaden- und Dachbereich von Gebäuden 

• einer zentralen Steuerungseinrichtung mit einer zweifachen Energieversorgung. 

• Rauchmeldern für die automatische Öffnung im Brandfall 

• Handansteuereinrichtungen (RWA Bedienstellen für die manuelle Auslösung) 

MZ3 Konfiguration ändern

Wie spiele ich eine geänderte Konfiguration auf die MZ3 auf? 

  1.  Wechsel des MZ3 Programms mit programmierter Micro SD-Karte: 

  • Anlage spannungsfrei schalten (Erst Akkus abklemmen, dann Netzzuleitung). 

  • SD-Karte durch Drücken entriegeln, entnehmen und neue SD-Karte einstecken. 

  • Anlage wieder mit Spannung versorgen (Erst Netz, dann Akkus). 

Das Mastermodul zeigt „_“ an, alle anderen Module „- -„. 

  • Auf dem Mastermodul den Taster 2x drücken bis im Display „Ad“ erscheint. Anschließend den Taster nochmal ca. 2 Sekunden lang drücken, bis beide Punkte erscheinen, dann loslassen. 

  • Das System fragt nun nach und nach alle benötigten Adressen nach dem folgenden Schema ab: 

  • Das Mastermodul zeigt immer die nächste zu vergebende Adresse an. Module, die zu dieser Adresse passen, zeigen ihre Adressierbarkeit durch ein blinkendes "A5" an. 

  • Die Adresse 2 wird durch kurzes Drücken des Tasters dem entsprechenden Modul mit der ID 2 zugeordnet. 

  • Das Mastermodul geht auf die nächste Adresse. Dieser Vorgang wird so lange in der richtigen Reihenfolge wiederholt, bis alle Adressen vergeben sind. 

  • Wenn alle Adressen erfolgreich vergeben wurden, lädt das System das Programm in Module. Nach ca. 10 Sekunden wird die Betriebsbereitschaft der Anlage durch ein "_" auf dem Mastermodul und ein "." in allen anderen Modulen angezeigt. 

  • Abschließend muss der MZ3 noch mitgeteilt werden, dass alle Aktoren innerhalb ihrer Laufzeit vollständig geschlossen sind. Dazu muss für alle Motorausgänge ein Schließbefehl generiert und dann 3 Minuten gewartet werden. 

  

  1. Wechsel des MZ3 Programms mit dem MZ3 Tool und dem Service-Port-Programmierkabel: 

  • Den RJ12-Stecker des Service-Port-Kabels in die dafür vorgesehene Buchse am Mastermodul der MZ3 einstecken und die bestehende Konfiguration mit dem MZ3 Tool auslesen und danach abspeichern. 

  • Über den Auswahlbutton „Clear“ die Daten in der Anlage löschen und danach die neue oder überarbeitete Konfiguration über den Button „Schreiben“ in die Anlage übertragen. 

  • Wenn die Übertragung abgeschlossen ist, auf dem Mastermodul den Taster 2x drücken bis im Display „Ad“ erscheint. Anschließend den Taster nochmal ca. 2 Sekunden lang drücken, bis beide Punkte erscheinen, dann loslassen. 

  • Das System fragt nun nach und nach alle benötigten Adressen nach dem folgenden Schema ab: 

  • Das Mastermodul zeigt immer die nächste zu vergebende Adresse an. Module, die zu dieser Adresse passen, zeigen ihre Adressierbarkeit durch ein blinkendes "A5" an. 

  • Die Adresse 2 wird durch kurzes Drücken des Tasters dem entsprechenden Modul mit der ID 2 zugeordnet. 

  • Das Mastermodul geht auf die nächste Adresse. Dieser Vorgang wird so lange in der richtigen Reihenfolge wiederholt, bis alle Adressen vergeben sind. 

  • Wenn alle Adressen erfolgreich vergeben wurden, lädt das System das Programm in Module. Nach ca. 10 Sekunden wird die Betriebsbereitschaft der Anlage durch ein "_" auf dem Mastermodul und ein "." in allen anderen Modulen angezeigt. 

  • Abschließend muss der MZ3 noch mitgeteilt werden, dass alle Aktoren innerhalb ihrer Laufzeit vollständig geschlossen sind. Dazu muss für alle Motorausgänge ein Schließbefehl generiert und dann 3 Minuten gewartet werden. 

KNX-Dateien

Wo finde ich die ETS-Daten zur Einbindung der MZ3-KNX-Module?

Diese KNX-Dateien finden Sie unter folgendem Link.

I

Wind- und Regenmelder anschließen

Ist es möglich, einen Wind- und Regenmelder an mehrere Steuerzentralen anzuschließen?

Ja, das ist möglichJe nach Anzahl der Zentralen entweder über ein Gruppensteuergerät (WRZ 10M-1G, max. 4 Stück) oder aber durch Kaskadierung des Wind-Regen-Signals von einer Masterzentrale auf mehrere Slavezentralen. Für detaillierte Informationen sprechen Sie uns an. 

Bedienstellen verdrahten

Ist es möglich, Notauslösetaster parallel (sternförmig) an eine RWA-Zentrale anzuschließen?  

Ja, das ist grundsätzlich möglich entspricht aber NICHT den Vorgaben. 

Oftmals erfolgt die Verkabelung NICHT gemäß den Vorgaben „linienförmig, sondern es wird jeweils eine Leitung von jedem RWA-Taster zur Zentrale verlegt. Dieses nennt man im Allgemeinen „sternförmige Verkabelung“. Hierbei ist es mit 6 Adern pro Auslösetaster nicht möglich alle Leitungen (Auslösekontakt „Masse“ und „Auf“ = Adern 1 und 3 im Taster) zu überwachen. 

Wenn allerdings 8 Einzeladern vorhanden sind, kann der Auslösekreis (bzw. -kontakt) vom Taster wieder zur Zentrale zurückgeführt und auf den nächsten Taster (und ggf. weiter vom zweiten zum dritten usw.) durchgeschliffen werden. Alle weiteren Adern für die 3 Anzeigen und die Taste ZU werden parallel in der Zentrale aufgelegt. Bei dieser Variante bleiben alle Funktionen erhalten inkl. der Überwachung. 

Hinweis: Überschreiten Sie bitte nicht die maximal zulässige Leitungslänge. 

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